Big Five for Life

bfflZugegeben, die Idee, ein Buch über Mitarbeiterführung in eine Art Roman zu packen hat was. Und auch inhaltlich ist das Buch durchaus gelungen. Allerdings ist es streckweise leider etwas langatmig und stark „amerikanisiert“.

Den Pulitzer-Preis in der Kategorie „Romane“ wird das Buch also wohl nicht gewinnen. Aber das ist auch gar nicht das Ziel. Der Autor John Strelecky versteht es, eine einfache Geschichte zu erzählen und ind diese auf verständliche Art und Weise wichtige Eigenschaften für gute Führung zu packen. Die aus meiner Sicht wichtigsten Punkte aus dem Buch sind:

  • Lebensmuseum: Jeder Mensch hat im Schnitt 28.200 Tage zu leben. Stell Dir vor, jeder Tag würde in einem Museum als Bild hängen. Wäre es nicht sinnvoll, dass wir 80% unserer Zeit mit Dingen (Job usw.) verbringen, die uns gefallen? Es liegt an uns, wie wir jeden einzelnen Tag füllen.
  • Zweck des Lebens (ZDE): Hast Du Dich schon mal gefragt, warum Du auf dieser Welt bist? Nun, vermutlich jeder, der sich diese Frage stellt, erhält keine zufriedenstellende Antwort. Solange zumindest er darauf hofft, dass sie ihm jemand anderes gibt. Was spricht also dagegen, sich diese Antwort einfach selbst zu geben, indem man tief in sich hinein horcht und seinen eigenen ZDE formuliert und anschließend sein ganzes Leben danach ausrichtet. Der Sinn des Lebens ist also eine Sache von jedem selbst. Eine schöne Vorstellung.
  • Big Five for Live: Jeder Mensch sollte sich klar machen, welche 5 Dinge er erreichen möchte, bevor er stirbt und diese nicht für sich behalten, sondern an soviele Menschen wie möglich zu kommunizieren. Denn damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass man Menschen kennenlernt, die einem dabei helfen können, seine Big Five zu erreichen. Und wenn der Job, den man ausführt auf die Big Five einzahlt und einem auch noch dabei hilft, seinen ZDE zu erfüllen, erfährt man in allem was man tut eine Art „Flow“, denn man arbeitet automatisch an seinen eigenen Zielen und wird dafür auch noch bezahlt🙂
  • Der ZDE und der Big Five for Life der Mitarbeiter muss also bestmöglich mit denen des Unternehmens synchronisiert sein, dann geht die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter deutlich über den Standard hinaus. Hier gefällt mir besonders der Satz: „Ich möchte keine Mitarbeiter, die ihren Job mögen, ich möchte Leute, die in ihrer Arbeit Erfüllung finden.“
  • CEO-Prinzip oder Kosten (Costs) + Aufwand (Effort) < Output: Im grunde ist es egal, wieviel Kosten und Aufwand Dinge verursachen, solange der zu erreichende Output größer ist.
  • Frage Dich immer zuerst, was das Ziel ist und handle erst dann.

Insgesamt ein gelungenes Buch, das aus meiner Sicht jeder Manager lesen sollte. Es macht aus meiner Sicht sogar Sinn, dass es auch Mitarbeiter ohne Führungsverantwirtung lesen.

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